36. OSSILOOP vant Meer na Leer 5. Etappe 16.05.2017

Bericht vom 17.05.2017 (Werner Ihlow)

Quelle: Spaß mit Sport Wirtjes / Adda T.

5. Etappe von Gut Stikelkamp - Holtland 9,8 Km. Der TV Norden mit 42 OSSI LOOPER
Die fünfte Etappe startete mit einer relativen Kampfansage: Ralf fragte Margit, wen sie angreifen wolle.
"Angreifen? Ich? Ich greif keinen an! Möchte jemand angegriffen werden?"
Wir beschlossen, fein sachte zu laufen im Hinblick auf das Wetter. Zugegeben, das Wetter hats nicht leicht mit uns. Entweder meckern wir, weils kalt und regnerisch ist, oder, scheint mal die Sonne wie gestern, ist uns wieder zu warm. Ja, wat denn nu?
Der Ostfriese kann aber mit gleißender Sonne, sandigen Ebenen und
beobachtenden Viehzeugs umgehen und darunter sogar noch Höchstleistungen
erbringen. Kein Wunder, in seinem Stammbaum findet man auch den ein oder
anderen Kenianer oder Äthiopier (Meine Vorfahren haben immerhin die
Hauptstadt Addas Adeba mitgegründet).


Ergebnisse unter: https://www.on-online.de
Ergebnisse unter: http://ossiloop.eu
Bilder unter:http://www.ewe-wattloopers.de
Statistik:  https://www.tus-weene.com/sportangebote/ossiloop-zahlen-daten-fakten/

Im Ziel nach der 5. Etappe 2479 Teilnehmer

Aber bevor wir zu dem Überlebenskampf auf Asphalt kommen, ein kurzer,
aber herzlicher Dank an unsere Sponsoren. Sie wurden alle während der
Fahrt erwähnt und mit großem Applaus bedacht:
- Uwe Feldmann
- EWE Norden
- Sparkasse Aurich/Norden und Sparkasse Norden/Aurich
- Ludwig Sinning, an den wir besonders nach der 6. Etappe denken werden!
Vielen Dank euch allen!!!

Des weiteren wurde noch Peter Gniechwitz erwähnt, der zu den einzelnen Etappen quer durch die Republik fährt. Alle Achtung, da steckt Motivation in dem Manne!
Die Strecke wurde beschrieben, wir sollten nur geradeaus laufen und
unsere Kräfte sparen. Nicht weils warm war oder eng oder beides, nein,
wegen der Feierlichkeiten, die abends anstanden. Dörthe Rose und Andrea
Rückbrod hatten Geburtstag und wurden von uns erstmal lautstark und
einigermaßen unisono besungen. Einen ganz herzlichen Glückwunsch nochmal
an dieser Stelle, alles Gute für euch und ein erfolgreiches, sportliches
und leckeres, neues Jahr!
Bärbel J. informierte uns noch über die Aktion "Deckel gegen Polio" und
lud uns ein, mitzumachen. Wer möchte, sammelt die Plastikdeckel von
Wasserflaschen etc., darf sie bei Bärbel weiterreichen und letztlich
werden davon Impfstoffe gegen Polio bezahlt und ausgeteilt. Sehr gute
Idee. Infos darüber im Kurier von gestern, 16.05.2017 oder im Internet
(www.deckel-gegen-polio.de).
Eine weitere Veranstaltung wurde gewürdigt, nämlich der Dornumer
Spendenlauf. Durchs Laufen und Sponsoring kamen unglaubliche 825€
zusammen, Werner war platt. Und dass, obwohl bei Regen und Gewitter die
Welt unterging. Respekt!
Daniel bahnte sich den Weg zum Startpunkt, Susanne lief mit Ralf in den
Wald (Hand in Hand!), und die Autofahrer versuchten den bösen Blicken
von Daniel zu entkommen ("Wat n Willi!") und kein Verkehrschaos zu
verursachen - Holla Lisbeth!
Gut Stikelkamp als Startpunkt, schöne Kulisse. Der Start knallte
ordentlich und alle rannten. Ob sie es nun freiwillig taten oder vor den
Mücken flohen, kann ich nicht sagen. Es war grausam eng, wir gingen
zeitweilig, Gedränge, Gekeuche, Gestampfe. Wasser! Die Wasserstelle war
leicht zu finden, gab es ja nur drei Häuser mit allerdings 300 Leuten
(3000?), die ein ganzes Straßenfest draus machten. Es war schön, euch zu
sehen! Überhaupt war es nett. Viel grün, viele Pferde, die mit uns
trabten, die Kühe eher nicht so, kaum Liegenbleiber an der Straße, viele
Vernünftige, die gingen, wenn es zu schwer wurde. Das habt ihr gut
gemacht! Viele Zuschauer, Gieseltraut und Michael feuerten uns auch an,
super! Später auch noch Kurt, Christoph und einige andere Zieleinläufer,
danke! Das Ziel war schon in Hesel zu hören laut Werner und nachdem wir
ein großes Viereck liefen, kamen wir glücklich und klitschnass an.
Leichter Mairegen dröppelte auf uns nieder, aaangenehm. Eine
Laufexpertin sagte mal "Juniregen macht schön!" Ob das im Mai auch so ist?
Flink zum Bus hin, da fing ja der eigentliche Teil des Abends an. Es
erwartete uns ein XXL-Buffet! Andrea und Dörthe, ihr habt euch nicht
lumpen lassen, vielen Dank! Fein lecker Bier, Sekt, Kuchen und
Schnittchen für jeden.
Die Rückfahrt verlief entspannt. Die Höhepunkte wurden erwähnt, Matthias
ist nun zweiter der Gesamtliste. Haben wir schwarz auf weiß. Lag
allerdings daran, dass er im Wald vor einem Hund weglaufen musste.
Claudia griente die ganz Zeit, war sie nicht unter den Top Twenty, nein
unter den Top Ten, nein, sie war unter den Top Dreißig! Grandios!
Menschen kommen und gehen. Wurde man im Ziel überholt, legte Werner uns
nahe, sollten wir das nicht auf uns sitzten lassen, eine Etappe hätten
wir noch. Werner, seit wann bin ich eigentlich dein Sekthalter?
Assistenz der Geschäftsführung, wat? :-) Irgendjemand machte unheimliche
Tiergeräusche während der Rückfahrt, was war da los? Daniel fuhr über
eine kirschgrüne Ampel, begleitet von einem mitfieberndem
"oooOOOooohhhhh!" und fand das nicht lustig: "Ji kieken nirgends naa
aber door!!" Es wurden von Werner noch "Geschichten, Leute, Geschichten,
es ist der Wahnsinn!" erzählt. Von geblufften Omas zum Beispiel, an
denen von zwei kleinen Mädchen vorbeigelaufen wurde, danach aber
gegangen wurde. Darauf bangesprochen entgegneten sie, sie dürften das
machen, sie (=Oma) sei doch die beste Oma. Und die Schnitzelliste ging
rum. Wir stellten fest, dass genau 64,5 Leute im Bus saßen. Natürlich
konnte das nicht sein und Werner drehte die Liste auf den Kopf. Da waren
es dann 70. "Tolle Nacht!" Nu wär aber gut, wir sollten uns nu auf die
Getränke konzentrieren und ..."Lott de Buddel vöörn!!". Es wurde nochmal
Reederei Sinning gedacht und bevor wir uns auf den Heimweg machten,
sollte jeder (!) noch eben seine 2-3 Flaschen Sekt wegräumen.


Eine Kleinigkeit zum Nachdenken:
Vielleicht gehört es nicht hierher, aber folgendes hat nicht nur mich
beschäftigt. Bärbel und ich haben bei der vierten Etappe nach ca. 10,5
km eine Frau zur Seite gezogen, die torkelte und die offensichtlich
starke Kreislaufbeschwerden hatte. Da sie sich kaum auf den Beinen
halten konnte, haben wir sie am Rand hingelegt, die Beine hochgehalten
und um Info der Sanitäter gebeten. Sie hat das vehement abgelehnt, ihr
ginge es gut, das käme nur, weil sie sich nach ihrem Chip gebückt hätte,
sie würde nun weiterlaufen, sie wolle aufstehen. Ein junger Mann, schon
im Ziel gewesen, blieb bei ihr, bis die Sanis kamen und wir liefen weiter.
Dazu habe ich nun einige Meinungen gehört. Es reichte von "Man muss so
jemandem helfen, das wär doch sonst unterlassenen Hilfeleistung! Was
wäre, wenn sie stürzt und sich ernsthafte Verletzungen zuzieht?", "Ne,
soll sie doch machen. Wenn sie so uneinsichtig ist, sich fehleinschätzt,
muss sie vielleicht mal auf die Nase fallen, damit sie es merkt!" , "Ich
hätte nicht angehalten, dann ruiniere ich mir meinen Pace!" (Das war
wirklich so) , "Wenn sie Hilfe ablehnt, darf man sie nicht nötigen!"
Was würdest DU tun?

(Ich habe die Frau im Ziel gestern wieder getroffen und angesprochen. Es
ginge ihr besser, sie hat auch gefinisht. Sie habe nur keine Lust mehr
zu laufen, weil ich ihren Pace ruiniert habe. Aber sie hat sich noch
bedankt.)                                                                                        Bericht: Ildikó