Katarzyna Szwagiel bei den Europameisterschaften in Lublin

Beitrag vom 20.12.2025 von Günther Oldendorf

Kurz nach den Europameisterschaften der Elite fanden vom 10. bis 14. Dezember die Europameisterschaften der Masters im polnischen Lublin statt. In der Aqua Arena gingen rund 1.500 Schwimmerinnen und Schwimmer aus ganz Europa an den Start. Mit dabei war auch Katarzyna Szwagiel, die in der Altersklasse AK 45 drei Starts absolvierte.

Der Schwerpunkt der Vorbereitung lag auf den 200 Metern Brust, neben den 400 Metern Lagen, ihrer stärksten Disziplin. Zum Auftakt startete Szwagiel am Donnerstag über 100 Meter Brust – in erster Linie, um ein Gefühl für das Wasser zu bekommen. Platz sieben und eine neue persönliche Bestzeit von 1:26,15 Minuten machten jedoch bereits deutlich, dass in Lublin mehr möglich war.

Am Freitag folgte der Höhepunkt der Titelkämpfe für die Norderin. Über 400 Meter Lagen ging sie als ältester Jahrgang ihrer Altersklasse mit der achtschnellsten Meldezeit ins Rennen. Der frühe Start um 9:20 Uhr stellte eine zusätzliche Herausforderung dar, doch Szwagiel zeigte ein starkes Rennen. In einem spannenden Finish verbesserte sie ihre Bestzeit um fast fünf Sekunden auf 3:01,67 Minuten. Lediglich 0,7 Sekunden trennten sie von der Bronzemedaille.

„Der Start verlief genau nach Plan“, erklärte Szwagiel. „Ich konnte mich besonders in der zweiten Rennhälfte an die ungarische Vizeweltmeisterin der WM in Doha heranarbeiten. Am Ende fehlten mir nur 0,7 Sekunden auf Platz drei – das schmerzt, gehört aber zum Sport dazu.“ Mit der Zeit übernahm sie zugleich die Führung in der deutschen Bestenliste der AK 45 mit einem Vorsprung von vier Sekunden – ein gelungener Abschluss, bevor sie künftig in der AK 50 an den Start geht.

Der Samstag stand ganz im Zeichen der Regeneration und eines Besuchs bei ihrer Familie. Am Sonntag folgte mit den 200 Metern Lagen der letzte Wettkampf. Auch hier ging Szwagiel mit der achtschnellsten Meldezeit an den Start. Entspannt und ohne Medaillendruck bestätigte sie erneut ihre starke Form und belegte mit einer weiteren Bestzeit von 2:49,16 Minuten überraschend Rang fünf – hinter mehrfachen Welt- und Europameisterinnen vergangener Jahre.

Neben den sportlichen Leistungen hinterließen auch die Rahmenbedingungen einen bleibenden Eindruck. Die Organisation der Titelkämpfe wurde von den Teilnehmenden durchweg gelobt. Eine hervorragend vorbereitete Wettkampfstätte, großzügige Aufenthaltsbereiche mit Großbildschirmen sowie kostenlose Getränke und Snacks sorgten für eine angenehme Atmosphäre. Die Masters-Europameisterschaften in Lublin präsentierten sich damit als rundum gelungenes Sportereignis.